BERGHÜTTEN
“Cascine” – die typischen Tessiner Berghütten sind von den Alpweiden des Lavizzaratals nicht wegzudenken. Mit den von Vorfahren liebevoll handgefertigten Steinmauern, Holzbalken und Dächern aus Schieferplatten sind sie das Herzstück jeder Alpweide! Aber immer mehr Cascine sind vom Zerfall bedroht. Wir wollen sie retten – denn der Erhalt der Cascine bedeutet die Wahrung einer einmaligen Tessiner Kultur und die Wiederbelebung einer traditionsbewussten Landwirtschaft!

Stellen Sie sich ein typisches idyllisches Tessiner Bergdorf vor: Eines Ihrer Bilder ist sicher jenes von einem Dorf, dessen Häuser überwiegend aus Natursteinhäusern gebaut sind. Unsere Vorfahren haben diese Häuser – «Cascine» genannt – aus Liebe zu ihrer Heimat mühevoll mit eigenen Händen gebaut. Das ist ein Stück einer Tessiner Vergangenheit, die wir nicht verlieren möchten! Die Fondazione Lavizzara will daher mit ihren Projekten diese einzigartige Tessiner Kultur für zukünftige Generationen erhalten – als Zeugnis unserer Traditionen und als Chance für junge Menschen.
Mit der Erhaltung der «Cascine» können wir jungen Leuten die notwendigen Mittel zur Verfügung stellen, damit sie an eine Existenz auf der Grundlage der Landwirtschaft glauben können – damit sie ihre Heimat nicht verlassen und die eigene Kultur nicht aufgeben müssen! Denn diese «Cascine» sind Bestandteil einer einst fruchtbaren Landwirtschaft und bezeugen ein ehemals sehr aktives Leben in diesem Alpental! Der Zahn der Zeit nagt jedoch an vielen verlassenen Berghütten im Lavizzaratal, weil die Alpweiden seit über 60
Jahren nicht mehr kultiviert werden. Damit die «Cascine» wieder genutzt werden können, muss man sie erst renovieren. Es bedarf dringender Instandsetzungsarbeiten, vor allem an den Dächern und Aussenmauern: Die Stützmauern drohen einzustürzen, das Holz der Dachkonstruktionen ist morsch, und die Dachschindeln fallen allmählich herunter, was Regenwasser eindringen und so auch die Holzbauteile im Innern des Gebäudes verrotten lässt.
Die Restaurierung der «Cascine» bedeutet einen grossen Schritt Richtung Wiederbelebung einer wunderschönen Tessiner Landschaft, die jedem Wanderer unvergesslich in Erinnerung bleiben wird. Vor allem bedeutet es, den jungen Menschen in der Region die Möglichkeit zu geben, ein Leben auf der Alp wieder aufzunehmen! Sie sollen zur Alpwirtschaft zurückkehren und in eine traditionsverbundene Zukunft des ökologischen Landbaus einsteigen können. Da es den kleinen Gemeinden des Lavizzaratals nicht möglich ist, die erforderlichen
Renovationsarbeiten alleine zu meistern, setzt sich die Fondazione Lavizzara für die notwendige Unterstützung ein. Mit ihren Sanierungsprojekten möchte sie die «Cascine» im ursprünglichen Zustand für das Tal erhalten – als Zeugnis einer jahrhundertalten Tradition und Alpkultur im Val Lavizzara. Daher sind auch nur die Verwendung von Baumaterialien aus dem Tal und die Wahrung der Originalarchitektur vorgesehen.
Da es den kleinen Gemeinden des Lavizzaratals nicht möglich ist, die erforderlichen Renovationsarbeiten alleine zu meistern, bietet die Fondazione Lavizzara die notwendige Unterstützung. Mit ihren Sanierungsprojekten möchte sie die «Cascine» im ursprünglichen Zustand für das Tal erhalten – als Zeugnis einer jahrhundertealten Tradition und Alpenkultur im Val Lavizzara. Daher sind auch nur die Verwendung von Baumaterialien aus dem Tal und die Wahrung der Originalarchitektur vorgesehen. Auf der Alpe di Paràula ist beispielsweise die erhaltende Restaurierung der Gebäude auf dem Corte di Fondo und auf dem Corte di Mezzo geplant. Dies beinhaltet die Erneuerung des Steindachs unter Verwendung der Originaldachschindeln, den Einbau von neuen Türen und Fenstern aus Holz und die Instandsetzung der Stützmauern. Zudem soll die Gebäudeumgebung wieder hergestellt und der nachwachsende Wald um das Gebäude abgeholzt werden. Auch auf der Alpe di Serodano, oberhalb von Peccia, warten einzigartige Cascine auf dringend notwendige Renovierungsarbeiten.
  • 11. August 2016